Firmenbroschüren = inszenierte Unternehmenskommunikation

Eine Image- oder Produktbroschüre bedeutet für mich vor allem, dass mehrere aufeinander folgende Seiten zur Verfügung stehen um einen ganz bestimmten Inhalt rüberzubringen.
Das ist auf der einen Seite eine große Chance, weil der Betrachter im Idealfall zum Leser wird, der auf Inhalt aus ist, in der Regel vorn anfängt und sich durchaus leiten lässt. Auf der anderen Seite, ist die Gefahr groß, den Leser zu langweilen und mit zu viel an unrelevanter Information zu vergraulen. Entscheidend ist auch hier die überzeugende und möglichst prägnante Präsentation einer relevanten Substanz.

Und auch hier gilt: Die Form folgt der Funktion! Format, Umfang, Farbigkeit, Materialwahl, Bildanteil usw. hängen von den Zielen der Broschüre, von dem Zielpublikum und natürlich von der Qualität des zur Verfügung stehenden Inhalts (Text und Bild) ab.

______________________________________________________

Ziel war eine eher spielerische Imagebroschüre, die die Liebe zum Detail und zu den »Guten alten Dingen« transportiert. Das Heft sollte »Lust« auf restaurierte Oberflächen machen, das Team als sympathischen Haufen von Spezialisten darstellen und ein wenig die Angst davor nehmen, dass eine Treppenraustaurierung vor allem Stress, Lärm und Dreck bedeutet.

______________________________________________________

Gerhard Winkler hat in seinem Leben unzählige Lieder, darunter zahlreiche Evergreens wie die »Capri-Fischer« komponiert. Unser Doppelalbum sollte daran erinnern, Lust machen, sich in die alten Lieder reinzuhören und manchen Entertainer und Radio-Moderator animieren, die Titel durchaus mal wieder zu spielen. Das Gerhard-Winkler-Musikarchiv verwaltet den Nachlass des Komponisten. 

______________________________________________________

Die Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert im Jahr über 800 thematische Veranstaltungen. Das Jahresprogramm sollte einen Überblick über die aktuellen Seminare geben. Die 16 Seiten wurden auf Dünndruckpapier gedruckt, was dem Heft ein Fliegengewicht von nur 14 Gramm bescherrte. 

______________________________________________________

Der Geschäftsbericht der Roch Prüfdienste AG aus dem Jahr 2001 war der Erste nach dem Börsengang des Lübecker Unternehmens. Das Unternehmen hatten großen Erfolg mit ihrer neuartigen Methode die Standsicherheit von Masten zu prüfen und wuchs schnell.

Damals konnte ich das Corporate-Design überarbeiten und auch alle Drucksachen neu gestalten. Die Aktiengesellschaft scheint es als solche nicht mehr zu geben. Die Geschäfte führt die Roch-Service-GmbH weiter.

______________________________________________________

Katalogheft
Sorina von Keyserling

Ein kleines Heft sollte es werden, welches Lust macht nachzufragen und mehr zu erfahren über die »Porträtplastiken« von Sorina von Keyserling. Tatsächlich können die ausgewählten Arbeiten auf 20 Seiten nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Werk der Künstlerin zeigen. Dennoch vermitteln sie einen Eindruck von den meist lebensgroßen Porträts, die einen durch die Detailtreue und Lebendigkeit in ihren Bann ziehen.
Für mich war die Arbeit an dem kleinen Katalog wieder einmal eine Gelegenheit, mich mit figürlicher Skulptur auseinanderzusetzen. Dies um so mehr, als dass die Idee zu diesem ersten Heft während eines Bildhauerkurses im Atelier der Künstlerin entstand, an dem ich im Herbst des letzten Jahren (vgl. News-Eintrag vom 15.11.2012) teilnehmen durfte.

______________________________________________________

Informationsbroschüre
IG Metall Berlin

Pünktlich zur Betriebsrätefachtagung 2015 bringt die IG Metall Berlin eine Broschüre mit dem Titel »Gute Arbeit - Betriebsräte in Berlin« heraus. Darin kommen Betriebsräte aus 18 berliner Unternehmen (darunter Siemens-Werke, Mercedes-Benz-Werk, Daimler-Group-Services, BMW-Motorradwerk, Jenoptik Diode Lab, Otis ES, Thales …) zu Wort, die über Herausforderungen, eigene Lösungen und entsprechende Erfahrungen berichten. Die Berliner Journalistin Andrea Weingart übernahm die aufwändige Redaktion, Christian von Polentz steuerte hunderte Aktionsfotos bei und fertigte eigens für die Publikation zahlreiche sehr sensible Porträts von den Protagonisten und ich durfte alles in eine Form bringen, die nicht vordergründig IG-Matall-Drucksache sondern eher Magazin sein sollte.

______________________________________________________

Projektdokumentation
BITS21

Seit vielen Jahren widmet sich die Berliner Fortbildungseinrichtung BITS21
der medienpädagogischen Weiterbildung von Kita-Erziehern, Lehrern und anderen Fachkräften in der Jugendarbeit. Und das nicht nur in der Hauptstadt. Von Dezember 2013 bis Juni 2015 hat die Einrichtung gemeinsam mit regionalen Partnern in Sachsen eine berufsbegleitende Qualifizierung zur Jugendmedienarbeit durchgeführt.
    Jetzt ist eine 56 Seiten umfassende Projektdokumentation entstanden, die nicht nur die von den Teilnehmern durchgeführten Praxisprojekte vorstellt sondern auch einige Fachbeiträge zum Thema zusammenfasst. Die Herausforderung bei der Gestaltung lag vor allem darin, das Heft so zu gliedern, dass die etwas »trocken« geratenen Fachartikel, die Projektdarstellungen nicht dominieren. Letztere sollten mit möglichst wenig Platz auskommen, nur beispielhaft dargestellt und »neutral« bebildert werden. Um von den üblichen Stock-Fotos von amerikanischen Medienkids wegzukommen und die in anderen Drucksachen bereits eingeführten Tafelbilder fortzusetzen, habe ich zahlreiche Mind-Maps und Vignetten gezeichnet, in Kreideoptik konvertiert und als roten Faden über das Heft verteilt.

______________________________________________________