6. September 2019

Papier ist geduldig
oder: Warum virtuelles Papier nicht bedruckbar ist

Am 25. Juli 2019 wurde mein Spezial-Papier im Lithokeller knapp. Damit ich mich nicht irgendwann durch eigene Nachlässigkeit selbst ausbremse, hatte ich gleich im Internet nach Liefermöglichkeiten gesucht und mein Papier unter anderem bei der Papier-Union in unterschiedlichsten Formaten gefunden.
Leider liegt meine letzte Bestellung bei der Papier-Union fast 15 Jahre zurück und stammt noch aus der Zeit, als die Papiergroßhändler Grafiker- und Agenturen bemustert haben. Folgerichtig musste ich mich auf der Website des Unternehmens neu anmelden. Das dauerte wenige Sekunden – eine Bearbeitungszeit meiner Anfrage von wenigen Tagen wurde in Aussicht gestellt!

Heute – exakt sechs Wochen später – kam nun folgende Mail mit dem Betreff: Herzlich Willkommen im Webshop der Papier Union GmbH.
»Sehr geehrter Herr Wilbrandt,
wir freuen uns, dass Sie Ihren Einkauf mit unserem Webshop optimieren möchten. Ihr Zugang ist ab sofort für Sie freigeschaltet …«

Ich war verwirrt und konnte mir nicht verkneifen, folgendes zurückzuschreiben:
»… das freut mich, dass ich Ihnen mit meiner Anfrage von Ende Juli eine Freude bereiten konnte. Ich danke Ihnen, dass Sie nach sechs Wochen doch noch die Zeit gefunden haben, zu antworten. Leider habe ich das Papier, welches ich bei Ihnen kaufen wollte, etwas schneller (nach zwei Tagen) von der Konkurrenz bekommen. Da ich mir nicht vorstellen kann, irgendwann noch einmal Papier mit Lieferzeiten von sechs Wochen zu benötigen, möchte ich bei Ihnen doch lieber kein Kunde sein. Bitte löschen Sie meine Daten wieder aus Ihrem System!«

Ein Nachtrag:
Eine Mitarbeiterin von Papier-Union rief wenige Zeit später an, entschuldigte sich für die lange Leitung und die Standard-Mail und bat um eine zweite Chance. Nun bin ich also erst einmal doch Kunde bei der Union! Hoffentlich ist sie zufrieden mit mir!


11. April 2019

Kundenservice wider dem System?!
Am vergangenen Dienstag hatte ich – im Auftrag eines Kunden – über 1000 personalisierte Infobriefe »postaufzuliefern«. Das ist normalerweise ein Vorgang von 10 Minuten. Man schafft die Briefe zur Geschäftsfiliale der Deutschen Post, packt sie in die gelben Postboxen, gibt das vorbereitete Einlieferungsformular ab und zieht seine PostCard durch das Kartenlesegerät. Fertig. Leider verweigerte mir der Wagen, den ich für diesen Zweck gemietet hat bzw. ein Systemfehler beim Anbieter, die Entnahme meiner Post. Erst am nächsten Tag, war ich nach unzähligen Anrufen beim so genannten Kundenservice und einer abenteuerlichen Jagd nach dem Auto erfolgreich. Mein Fazit: Nicht die Technik hat hier versagt - sondern der Mensch! [weiterlesen]


11. März 2019

Zum Tod von Silke Redmer
Vor vier Wochen hat unsere Agentur ihren Kopf verloren. Silke Redmer – seit 20 Jahren Inhaberin und Geschäftsführerin der Layon GmbH – ist am 13. Februar 2019 nach langer und schwerer Krankheit gestorben. Bis zuletzt hat sie gegen ihren Krebs und für die Agentur gekämpft. Bis zuletzt bestand sie darauf (»wie es sich für eine inhabergeführte Agentur gehört!«), die Kommunikation mit ihren Kunden selbst zu führen. Leider fehlte am Ende die Kraft, um weiterzumachen. 
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