25. März 2019

Paradigmenwechsel im Kommunikationsdesign
Heute, 25 Jahre nach meinem Grafik-Design-Studium in Leipzig, verstehe ich mich weniger als Grafiker oder Designer sondern als Dienstleister, der sein Wissen, wie Kommunikation, Informationsweitergabe und Wissensvermittlung funktionieren, an seine Kunden weitergibt und in deren Auftrag Kommunikationsprozesse medienübergreifend inszeniert. Eine einprägsame und konsistente grafische Idee hilft dabei sehr, kann aber Fehler im Konzept oder bei der Umsetzung nicht ausgleichen. Entsprechend mische ich mich heute selbstbewusst in die Kommunikations-Anliegen und Botschaften meiner Kunden ein, nehme Einfluss auf die Kommunikationsweisen und -wege und organisiere das glaubwürdige Zusammenspiel unterschiedlichster Medien und Kanäle. Leider lassen sich nicht alle Auftraggeber darauf ein. Manch einer erwartet von einem Grafiker lediglich die visuelle Gestaltung einzelner Kommunikationshäppchen aber nicht die Organisation und »Gestaltung« des ganzen Prozesses … 
Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass hier ein Paradigmenwechsel im Gange ist und zukünftige Designer mehr Einfluss fordern, Verantwortung übernehmen und Teamgeist beweisen müssen um in einer Zeit, in der jeder nahezu alles in Echtzeit verbreiten kann, gehört, verstanden und geglaubt zu werden.


7. Januar 2019

Ein Plädoyer für mehr Vertrauen
in die Problemlöser unseres Vertrauens

Ich bin überzeugt, dass die meisten Probleme gar keine wären, wenn wir beizeiten über Ziele und Möglichkeiten sprechen würden … Stattdessen wird viel zu viel Zeit und Kraft damit vergeudet, dass Leute, die eigentlich anderes und besseres zu tun haben (in jedem Fall aber etwas, wovon sie mehr verstehen) versuchen, meine Arbeit und die meiner Kollegen zu machen oder zu ersetzen. Das geht nicht nur zu Lasten der Qualität sondern kostet sehr viel Zeit! Zeit, die nötig wäre, um aus nur gewöhnlichen Produkten ganz besondere zu machen. Solche hätten meine Kunden verdient.
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2. März 2018

Kunden, die keine sind, kann man nicht zufriedenstellen
Heute war ein Kunde wieder unzufrieden mit mir. Das tut mir leid. Dabei hatte er sehr deutlich formuliert, was er sich vorstellt. Vermutlich hatte ich nicht ebenso deutlich gesagt, dass das, was er sich vorstellt, nicht geht – ich es nicht leisten kann oder will. Immerhin ist er ja mein Auftraggeber. Da mag man nicht so deutlich widersprechen! …
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4. Dezember 2010

Selbstverständnis
oder: Warum die neuen Medien ohne das Kow-how der Macher alt aussehen.

Mein Anliegen ist es daher, ebenso einfache wie einprägsame Gestaltungslösungen für alle denkbaren grafischen Anwendungen zu entwerfen, die in Aussage und Formensprache klar und nachvollziehbar sind und ihrem Ziel gerecht werden. Dabei spielt die Lesbarkeit von Text als Basis der Informationsaufnahme eine ganz wichtige Rolle.
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